ZOOM Konzept

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Situation von arbeitsuchenden Jugendlichen,  Lehrlingen, und jungen ArbeitnehmerInnen

Noch immer absolvieren ca. 40% der Jugendlichen aus Linz eine Lehre oder steigen unmittelbar nach der Pflichtschule in die Arbeitswelt ein. Diese Tatsache muss auch in der Jugendarbeit berücksichtigt werden. Anteil der arbeitsuchenden Jugendlichen (incl. AMS Maßnahmen)….

Es braucht einen speziellen Ansatz, um diese Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu begleiten und es ihnen zu ermöglichen, zu mündigen und selbstbewussten Erwachsenen zu werden, die fähig sind sich in unserer Gesellschaft zu beteiligen und gestalterisch tätig zu werden.

Einen wichtigen Beitrag zur Erfassung der Situation dieser Jugendlichen bieten hierzu unsere umfassenden Erfahrungen in diesem Bereich von Jugendarbeit, wobei wir folgende Tendenzen wahrnehmen.

Einstieg in die Arbeitswelt

In den letzten Jahren ist es aufgrund der steigenden Jugendarbeitslosigkeit und durch das sinkende Lehrstellenangebot zunehmend schwieriger geworden, einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. Viele Jugendliche verzichten auf ihren Wunschberuf und müssen oft schlechte Arbeitsbedingungen in Kauf nehmen, um nicht arbeitslos zu sein. Besonders den schwächer talentierten Jugendlichen, wie beispielsweise SchülerInnen mit SPF und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, bleibt oft der Zugang zu einer qualifizierten Ausbildung verwehrt.

Arbeitslosigkeit ist für Jugendliche besonders hart. Es fallen soziale Kontakte, Aufgaben, Herausforderungen und Ziele weg. Das Gefühl, in dieser Welt nicht gebraucht zu werden, ist eine unerträgliche Entwürdigung von Menschen, denen „die Zukunft gehört“. Es bringt ungeahnte Folgen mit sich, wenn die berufliche Integration ins Erwachsenenleben nicht erfolgt oder erfolgen kann, wo doch der/die Einzelne in unserer Arbeitsgesellschaft ihre gesellschaftliche Position über die Erwerbsarbeit definiert.

Abhängigkeiten vom/im Betrieb

Die Motivation der Jugendlichen zu Beginn der Lehrzeit und bei Berufseintritt ist grundsätzlich sehr hoch. Um sich diese positive Haltung bewahren zu können und sie weiter auszubauen, bedarf es einen anspruchsvollen, herausfordernden Lehr-/Arbeitsplatz und qualifizierte Begleitung durch die Ausbildner/innen und den wertschätzenden Umgang unter KollegInnen.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, so ist auch die zukünftige Einstellung der Jugendlichen zur Arbeitswelt positiv und es gelingt, mit Jugendlichen zusammen an weiteren Zielen für die ihre Zukunft zu arbeiten.

Leider ist festzustellen, dass die verschärft konkurrierende Wirtschaftssituation auch Auswirkungen auf das Betriebsklima hat. Wir stellen eine zunehmende Verschlechterung der Kommunikationsqualitäten und der Umgangsformen der MitarbeiterInnen in Betrieben fest. Der enorme Leistungsdruck und Stress ruft immer wieder subversive Gewalt und Aggressionen hervor, die sich u.a. in Mobbing oder Depressionen äußern. Im Besonderen Maße sind Jugendliche diesen Veränderungen ausgesetzt. Sie sind auf mehreren Ebenen von den Erwachsenen in den Betrieben abhängig und stehen als Jugendliche noch in einer wichtigen Phase der Persönlichkeitsentwicklung.

Spannungsfeld Schule – Berufswelt

Die rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt – bedingt durch neue technische Errungenschaften/Automatisierung der Arbeitsabläufe, durch die neuen Kommunikationstechniken, durch die Globalisierung, etc. – erfordern ständiges Lernen und eine ständige Weiterbildung der Jugendlichen.

Arbeiterjugendliche stehen oft in der Spannung zwischen der persönlichen Abneigung gegenüber „Schule“ und der Notwendigkeit der Weiterbildung, um in unserem Arbeits- und Wirtschaftssystem bestehen zu können.

Aufgrund der oft schlechten Erfahrungen mit Schule brauchen aber gerade Lehrlinge positive Motivationsarbeit und Lernerfolge.

Flucht in die Freizeitkultur

Da die persönlichen Entfaltungsmöglichkeiten der MitarbeiterInnen in den Betrieben immer geringer werden, verlegt ein Großteil der Lehrlinge und jungen ArbeitnehmerInnen ihren Lebensmittelpunkt in die Freizeit. Hier wird versucht all das zu kompensieren, was während der Arbeitszeit nicht verwirklichbar ist.

Die Freizeitindustrie weiß sehr gut, sich diese Situation zu nutze zu machen. Werbung suggeriert Jugendlichen das Gefühl, ernst genommen zu werden und wichtig zu sein. Sie erhalten vordergründig und oberflächlich eine hohe Akzeptanz und Wertschätzung. Das wahre Interesse der Freizeitindustrie liegt aber an der Kaufkraft und den finanziellen Mitteln der Jugendlichen. Schwinden diese, so geht auch sehr rasch die Anerkennung und Wertschätzung und in weiterer Folge der Selbstwert verloren.

Wir stellen eine sehr bedenkliche Entwertung der Arbeit fest verbunden mit einer überdimensionalen, einseitigen Aufwertung von Konsum und Freizeit. Wir sind überzeugt und erleben es ständig, dass die vorenthaltene Herausforderung, Anerkennung und Lebensqualität in der Arbeitswelt durch eine kompensierte Freizeit nicht ausgeglichen werden kann. Hier gilt es, gemeinsam mit den Jugendlichen, das Leben in der Arbeit als Wertbereich zu erkennen und zu gestalten.

So unterschiedlich wir die Lebens- und Arbeitsrealitäten der SchülerInnen und der arbeitenden Jugend erleben und erfahren – und somit auch für unsere Arbeit ernst nehmen wollen -, so differenziert sind auch die Erfahrungswelten und Realitäten von Burschen und Mädchen in der Arbeitswelt. Es gilt hier, im beruflichem Alltag aber auch im gesellschaftlichem Umfeld mit Jugendlichen an partnerschaftlichen, gleichberechtigten Modellen zu arbeiten, die Jugendlichen für die Zukunft hilfreich sind.

Conclusio:

  • Die Schnelllebigkeit unserer Zeit in der Arbeitswelt und Gesellschaft, die scheinbaren Freiheiten und die Vielfalt an Möglichkeiten bringen viele Lehrlinge und junge ArbeitnehmerInnen unter massivem Druck.
  • Die Spezifizierung in der Arbeitswelt auf einzelne Teilbereiche führt auch zu einem verengten Begriff von Bildung. Bildung wird oft als Weiterbildung zum Anlernen von spezifischen Fertigkeiten innerhalb des Berufs verkürzt gesehen. Jugendliche, die mit 15 Jahren in die Arbeitswelt einsteigen bleibt der Weg zu ganzheitlichen Bildung oft verwehrt.
  • Die statisch erwiesene und seit Jahren größer werdende Lehrstellenlücke betrifft vor allem Jugendlichen in städtischen Gebieten, Jugendliche mit Migrationshintergrund und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen. Das durch Absagen und verwehrten Zugängen zur Arbeitswelt vermittelte Gefühl „nicht gebraucht zu werden“ zerstört Zukunftsperspektiven und verunmöglicht die Entwicklung von Persönlichkeit und Selbstbewusstsein.

 

  • Die durch Werbung in der Wirtschaft vermittelte Ersatzbefriedung „Konsum“ statt Teilhabe an der Gesellschaft führt zu verstärkter Individualisierung und erzeugt Werte wie Neid, Missgunst und Konkurrenz. Jugendlichen ist dadurch oft das Vertrauen in Freundschaften, Gemeinschaft, Gerechtigkeit fremd.

 

Die Suche von Jugendlichen nach Orientierung, nach sinnvollen Lebensmodellen, nach Lebensqualität und nach einer Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist Ausgangspunkt für unsere Arbeit mit Lehrlingen, jungen ArbeitnehmerInnen und arbeitsuchenden Jugendlichen.

Die zurzeit mehrheitlich durch den öffentlichen und kirchlichen Bereiche angebotene Jugendarbeit, besteht überwiegend darin, die Freizeitinteressen der Jugendlichen abzudecken und sie durch Beratungseinrichtungen zu versorgen oder ist mit ihren Angeboten auf SchülerInnen konzentriert.

 

Ob der oben genannten Schlussfolgerungen ist eine nachgehende, verbindliche, kontinuierliche Jugendarbeit speziell für Lehrlinge, junge ArbeitnehmerInnen und arbeitsuchende Jugendliche in der Stadt Linz notwendig.

Das Lehrlingszentrum ZOOM bietet nachgehende, schichtspezifische Jugendarbeit,  kontinuierlicher Begleitung von Jugendlichen in Gruppen, ganzheitlicher Bildungsarbeit und Training von Engagement und aktiver Teilnahme an der Gesellschaft und somit eine Erweiterung in der bestehenden Palette der Jugendarbeit an.

 

 

III. Jugendarbeit im ZOOM

3.1 Zielsetzung

Das Lehrlingszentrum ZOOM erweitert und ergänzt die Angebote der öffentlichen und kirchlichen Jugendarbeit um ein schichtspezifisches Bildungsangebot für Lehrlinge, arbeitsuchende Jugendliche und junge ArbeitnehmerInnen.

Das Lehrlingszentrum ZOOM leistet:

nachgehende /aufsuchende,

verbindliche,

kontinuierliche und

ganzheitlich weiterbildende

Jugendarbeit und nutzt hierbei die Erfahrungen der schichtspezifischen Jugendarbeit der Betriebsseelsorge (Linz-Mitte) und KAJ. Mit der Umsetzung dieses Konzepts wird besonders Lehrlingen, jungen ArbeitnehmerInnen und arbeitsuchenden Jugendlichen Räume, Begleitung und Unterstützung angeboten, um Arbeitswelt und Freizeit als einzelneR und in Gemeinschaft hohe Lebensqualität und Zufriedenheit zu erlangen und kompetent für die Zukunft mit gestalten zu können. 

3.2 Zielgruppen

Aufgrund der speziellen Situation von Jugendlichen auf dem Weg in die/ in der Arbeitswelt leistet das Lehrlingszentrum ZOOM

schichtspezifische Jugendarbeit für

Lehrlinge

Junge ArbeitnehmerInnen

Arbeitsuchende Jugendliche und

Arbeitslose junge Menschen

im Alter von 15 –23 Jahren.

3.3 Pädagogische Grundsätze und Prinzipien

„Jeder junge Arbeiter und jede junge Arbeiterin ist mehr Wert als alles Gold dieser Erde.“ (Josef Cardijn)

Wir wollen uns in unserer Arbeit an die pädagogischen Grundsätze von Josef Cardijn, dem Begründer der KAJ, halten. In diesem Sinne steht die Würde der arbeitenden Jugendlichen im Zentrum unserer Bildungsaufgabe. Wir wollen sie ermutigen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und setzen bei ihren Fähigkeiten an und unterstützen sie, Schritte zu setzen, die sie ihren Zielen näher bringen.

Der Hauptansatz des Lehrlingszentrums ZOOM ist, den Jugendlichen

Bildungsmöglichkeiten auf allen Ebenen des Menschseins

zu bieten.

In unserer Arbeit mit diesen Zielgruppen haben wir positiv festgestellt, dass Jugendliche diese Möglichkeiten gerne nützen und sehr schätzen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • Wachsen in Freiheit und Beziehung: Verlässliche, aufbauende Beziehungen („Freundschaften“) sind die Basis für die Jugendarbeit. Sowohl Hauptamtliche als auch die gleichaltrigen FreundInnen sind die HauptträgerInnen, um ein „Wachsen in Beziehung“ zu ermöglichen.
  • Von der Lebenserfahrung zur Bildung: Der Austausch über die eigenen Erfahrungen und das Ernstnehmen ihrer Lebenswelt, ihrer Ansichten und Meinungen sind ein weiterer Grundstein, damit sich diese Jugendlichen auf eine „Weiterbildung“ überhaupt einlassen können.
  • Vom Interesse zur Beteiligung: Erfahren Jugendliche ihren Wert und ihre Würde und erkennen diese auch für sich selbst, entsteht der Wunsch nach Beteiligung und das Bewusstsein, Verantwortung für sich selbst und für die Umwelt zu übernehmen.

Unser Bildungsansatz nimmt die Jugendlichen mit ihren speziellen Talenten und Fähigkeiten, mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Zielen wahr und geht prozessorientiert weiter, damit eine Entfaltung der Persönlichkeiten, Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten und Kompetenzen sowie das „Wachsen in Beziehung“ möglich wird.

Wir arbeiten in unserem Projekt nach der bewährten KAJ – Prinzipien wie:

sehen – urteilen – handeln – feiern.

Dieser Ansatz soll sowohl in der Runden-/Gruppenarbeit als auch in der Projektarbeit und bei Veranstaltungen verwirklicht und angewandt werden.

3.4. Pädagogische Ziele

Die emanzipatorische Bildungsarbeit, die beziehungsorientiert und dialogisch mit Erwachsenen aufgebaut ist, ganzheitliche Lernprozesse ermöglichen und beinhaltet daher:

  • persönliche
  • soziale
  • gesellschaftspolitische und
  • religiöse Ziele.

Jugendliche sollen hier Möglichkeiten zur Persönlichkeitsbildung und zum Selbstbewusstseinstraining finden. Sie sollen die eigene Lebenssituation erkennen lernen und fähig werden, sie zu beurteilen, um dann Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in Beruf, Gesellschaft und Freizeit finden. In weiterer Folge wird eine angemessene Beteiligung in der Arbeitswelt, in Institutionen und gesellschaftlichen Gruppierungen wie Parteien, Gewerkschaft, Kirche und Freizeitvereinen angestrebt.

3.6. Arbeitsweisen,  -schwerpunkte und Tätigkeitsfelder

3.6.1. Arbeitsweisen

 

1. nachgehende/aufsuchende Jugendarbeit

Wir kontaktieren Jugendliche an ihrem Arbeitsort bzw. in ihren Ausbildungsstätten, besuchen sie in Lehrlingsheim und Polytechnischen Schulen. Dieser Erstkontakt ermöglicht neben der Beziehungsaufnahme durch Wertschätzung und Erstnehmen ihres Arbeits- und Lebensalltags,  auch die Erfassung der Arbeits- und Lebenssituation und der Bedürfnisse der Jugendlichen. Aus diesen Kontakten und den dabei erhobenen Bedürfnissen heraus entwickeln wir Projekte und bieten Runden für Lehrlinge und arbeitsuchende Jugendliche.

 

2. Erlebnispädagogik:

Wir bieten Outdoor- und Citybound-Projekte an und initiieren und veranstalten Aktivwochen.

Ziel dabei ist es, dass Lehrlinge, arbeitsuchende Jugendliche und junge ArbeitnehmerInnen durch spezielle und begleitete Abenteuer- und Erlebnisangebote Persönlichkeitsentwicklung und sozialen Umgang in Gruppen erlernen können und auch durch den Kontakt mit und in der Umwelt – in Stadt und am Land – diese bewusster wahrnehmen lernen.

3.6.2. Arbeitsschwerpunkte

  1. 1.     „Runden“ Ganzheitliche Bildung und Entwicklung in Gruppen mit Betreuung

Wir arbeiten mit Peergroups im 3 – Jahreskonzept. Folgende Punkte sollen von den Jugendlichen in den drei Jahren erlernt werden:

a)     Persönlichkeit entwickeln, sich ausdrücken und zuhören lernen;

b)     Beteiligungsmöglichkeiten und soziales Umfeld kennenlernen;

c)      Stufenweise Übernahme von Verantwortung und Leitung in der Gruppe, oder auch Mithilfe beim Aufbau neuer Arbeiter/innenjugendgruppen.

Aktionen, Veranstaltungen, Diskussionen mit ReferentInnen

  1. 2.     Veranstaltungen und Projekte

Themenschwerpunkte bei unseren Projekten sind: Persönlichkeitsbildung, Arbeitsreflexion, Berufsnavigation, politische Bildung, Kommunikation, Teamarbeit, … Wir wollen die Jugendlichen aktivieren und die Beteiligung von Lehrlingen und Arbeiter/innenjugendlichen am gesellschaftspolitischen und kirchlichen Geschehen fördern. Bewährte Formen der Umsetzung dieser Bildungsarbeit, wie Jugendstammtische, themenzentrierte Jugendwochenenden, geschlechtsspezifische Veranstaltungen, Orientierungs- und Planungstage für Berufslaufbahn und Lebensplanung (Nach-der-Arbeit- Wochen, Polyprojektwochen), Outdoor- und Cityboundprojekte nehmen wir in Anspruch und passen sie im prozessorientierten Arbeiten den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe an.

Wir organisieren auch Jugendbegegnungsprojekte mit anderen europäischen Ländern, in Zusammenarbeit mit „Challenge Europa“ und „Jugend für Europa“.

Ziel dabei ist es, dass jungen ArbeitnehmerInnen die gesellschaftliche u. kulturelle Lage anderer europäischer Länder entdecken und die dortigen Arbeitsbedingungen kennen lernen.

3. Offener Treff

Wir bieten einmal wöchentlich (Mittwoch, 17 – 21 Uhr) einen Betrieb. Hier besteht die Möglichkeit eines unverbindlichen Treffens. Bar und Freizeitraum stehen unserer Zielgruppen zur Verfügung. Weiters ist der Offene Treff ein mögliches Beteiligungsfeld für bereits aktive Jugendliche. Veranstaltungen und Parties im Freizeit- und Kulturbereich werden vorwiegend an diesem Öffnungstag angeboten.

3.6.2. Tätigkeitsfelder

  • TMA Linz – Mitte
  • Polytechnischen Schule Linz, Berufsschulen
  • Region Froschberg und dessen Lehrlingswohnheime
  • Lehrwerkstätten und Betriebe
  • Einzelne Angebote für Stadtteile und Jugendeinrichtungen

IV. Rahmenbedingungen für das Lehrlingszentrum ZOOM

4.1. Trägerschaft: Vorstand und Leitung

ZOOMträger:

  • TMA der Betriebsseelsorge Linz-Mitte,
  • vjf der Stadt Linz
  • Pastorale Berufe in Kooperation mit der kj Fachstelle regionale Jugendarbeit.

Projektvorstand:

  • 2 Personen  vom TMA Linz – Mitte (Treffpunktleiter/in und ZOOM Leiter/in),
  • 1 Person aus Geschäftsführung vom Verein „Jugend und Freizeit“,
  • 1  Person von der Fachstelle für JugendleiterInnen der Diözese.

Der Vorstand trifft sich mindestens halbjährlich zu einem umfassenden Austausch über die Arbeit und zur Evaluierung des Projektes. Für die umfassende Berichterstattung und zur Evaluierung des Projekts ist das jeweils aktuelle Arbeitsteam des Lehrlingszentrums ZOOM verantwortlich und so bei den Vorstandssitzungen anwesend.

ZOOM Leitung

  • Jugendleiter/in des TMA Linz – Mitte (Hubert Gratzer und Loishandl Martin)

Ihr obliegt die Leitung des Teams, die finanzielle Verwaltung und die Weiterführung des Projekts.

Qualifikation und Anforderungen: theologische/religionspädagogische Qualifikation, Erfahrungen und Qualifikation für Leitungsaufgabe, sowie Qualifizierung siehe unten (MitarbeiterInnen)

4.2. Personalressourcen

ZOOM-Team:

  • Jugendleiter/in vom TMA Linz – Mitte: 50% Anstellung
  • JugendleiterIn vom Verein „Jugend und Freizeit“: 100% Anstellung
  • JugendleiterIn der Diözese Linz: 50% Anstellung

Bei der Besetzung der Stellen ist die Quotenregelung (Jugendleiter & Jugendleiterin) einzuhalten..

Qualifizierung und Anforderungen an die MitarbeiterInnen:

  • Pädagogische Ausbildung (Fachausbildung, Studium, etc.)
  • Praktische Erfahrung in der Jugendarbeit
  • Fähigkeiten zur schichtspezifischen Arbeit mit Arbeiterjugendlichen
  • Konzepterarbeitung und Umsetzung anhand der Projektbeschreibung
  • Ausarbeitung eines Zielkataloges und Evaluierung des Projektes
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft zur Teamsupervision und Weiterbildung
  • Eigenverantwortliches und selbstständiges Arbeiten

Eine eigene Stellenausschreibung legt die genaueren Anforderungen dar.

Die Personenauswahl erfolgt in vollem Konsens zwischen den ZOOMträgern. Vorrangig sind die Erwartungen und Entscheidungen des ZOOM-Teams zu berücksichtigen, um eine hohe Arbeitsqualität und -zufriedenheit zu erzielen.

Aufgaben und Kompetenzen:

Das Team setzt dieses vorliegende Konzept für Bildungsarbeit für Lehrlinge, arbeitsuchende und arbeitslose Jugendliche und junge ArbeitnehmerInnenpraktisch um, evaluiert es und führt es weiter.

Die Mitarbeiter/innen organisieren sich in Absprache mit dem Vorstand Supervision, Weiterbildungsmaßnahmen und nötige Vertretungsaufgaben.

4.3. Evaluierung

Es soll jedes Jahr eine Evaluierung der Jugendarbeit im ZOOM durch den Vorstand und dem ZOOM-Team stattfinden. Diese kann im Zuge einer erweiterten Vorstandssitzung geschehen.

Eine wissenschaftliche Evaluierung in Form einer Diplomarbeit o. ä. an der JKU oder KTU ist erwünscht und durch den Vorstand zu organisieren.

V. Kosten & Finanzierung

Entlohnung/Gehalt:

Die Teammitarbeiter/Innen werden nach den jeweiligen Gehaltsschemen ihrer DienstgeberIn entlohnt:

  • JugendleiterIn vom TMA Linz – Mitte: Entlohnung nach Gehaltsschema der Diözese Linz;
  • JugendarbeiterIn des vjf: Entlohnung nach; BAGS
  • JugendleiterIn der Diözese: Entlohnung nach dem Gehaltsschema der Diözese Linz

Räumliche Struktur

ZOOM

Zentrum für Lehrlinge & junge ArbeitnehmerInnen

Kapuzinerstrasse 49, 4020 Linz

Telefon: 0676 8776 3652

zoom@dioezese-linz.at

http://www.lehrlingszentrum-zoom.at

 

Der TMA Linz- Mitte stellt die zur Umsetzung des Konzepts notwendigen Räumlichkeiten und Einrichtung zur Verfügung und trägt die daraus entstehenden Mietkosten und Betriebskosten.

Projekt- und Arbeitsbudget:

Das Arbeitsbudget setzt sich anteilsmäßig von den Trägern des ZOOM TMA und vjf zusammen, d.h. die MitarbeiterInnen des ZOOM-Teams werden von ihren jeweiligen Dienstgebern mit einem entsprechenden vereinsüblichen Arbeitsbudget ausgestattet.

Das ZOOM-Team hat die Aufgabe, für diverse Projekte Subventionen zu organisieren.

 

Copyright: Martin Loishandl (2012)

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