Erlebnis Schnuppern mit Poly Urfahr

Auch dieses Jahr nahmen bei unseren Projekt „Erlebnis Schnuppern“ 10 Polyschüler und Schülerinnen teil. An zwei Tagen warfen wir mit den Jugendlichen einen genaueren Blick auf die Arbeitswelt! Mit einem Auftrag ausgerüstet schnupperten die Jugendlichen am ersten Tag bei eher exotischen Lehrberufen. Von LuftfahrtzeugtechnikerIn, RauchfangkehrerIn bis VeranstaltungstechnickerIn beim Theater war vieles dabei. Der Focus der SchülerInnen lag auch in der Beobachtung der Rahmenbedingungen wie Arbeitsklima oder Arbeitszeiten. Welches Werkzeug wird gebraucht und welche Voraussetzungen muss ich mit bringen?

Am zweiten Tag reflektierten wir die Ereignisse des Vortags und betrachteten die Fotos der Einsatzorte. Zum Abschluss gönnten wir uns noch eine Kletterpartie in der Kletterhalle in Auwiesen wo auch das Projekt seinen Ausklang fand.

Danke an dieser Stelle an unsere ProjektpartnerInnen:

Poly Urfahr

DENNS Bioladen, Rauchfangkehrer BRUNTHALER, Theater PHÖNIX, Theater des Kindes, Zahntechniklabor REINHARDT, Bootsbau SCHELLENBACHER, MERTA Klavierbau und Verkauf, PENNY MARKT, Optiker WILDMANN und AUSTRIAN AIRCRAFT CORP.

weg.starten mit Poly Urfahr

Die letzten Wochen wurde unser Haus von den SchülerInnen des Poly Urfahrs belebt.

Die gesamte Schule  besuchte uns an vielen Terminen um uns und unser Haus kennen zu lernen. Das nebenbei noch ein kleine Baustelle war, beirrte die wenigsten. Kennenlernen stand an vorderster Reihe. Mit einer Aufstellungsübung konnten wir nach ihren Befinden in der Schule und wie oft sie schon geschnuppert haben nachfragen. Das Hightlight war aber immer die Kletterwand, die uns von der KAB zu Verfügung gestellt wurde, danke dafür. Die SchülerInnen drehten sich durch ein Glücksrad eine neue Identität. Jede/r hat einen anderen Ausgangspunkt und verschiedene Voraussetzungen um in der Arbeitswelt zu bestehen. Die Kletterwand stand für die Lebensaussichten der jungen Menschen. Abhängig von Geschlecht, Herkunft oder Wohnort mussten sich die Jugendlichen an der Kletterwand zurecht finden. Das es Frauen oder Migranten nicht so leicht haben wie Österreicher mit Matura konnte hier am eigenen Leib gespürt werden. Doch auch von Größe und Wille hängt es ab um auf der Karriereleiter weiter zu kommen. Durch die Reflexion mit den Jugendlichen, ob sie diese Ungerechtigkeiteten auch im richtigen Leben spüren, konnten auch wir viel dazu lernen wie die heutige Jugend tickt.

Wir bedanken uns beim Poly Urfahr mit seinem Direktor und den LehrerInnen die diese Nachmittage ermöglichten und eine enge Kooperation mit uns anstreben und unterstützen. Euch SchülerInnen wünschen wir noch viel Glück und Kraft. Wir sehen uns bei weiteren Angeboten und Projekten…

Next: ab 5 Oktober im Juz U1 jeden Dienstag in der Mittagspause PolyschülerInnenstammtisch.

Landart Poly Urfahr

Am 22.Juni ging es für uns mit 9 PolyschülerInnen raus zum Pleschingersee. Zwischen See und Donau suchten wir lange nach einen idealen Platz, der im letzten Jahr gefundene war zu verwildert.

Am gesuchten und gefundenen guten Platz starteten wir unser Unternehmen anhand von Landart und einer Aufstellungsübung das Polyjahr und die Gruppe reflektieren. Zuerst sensibilisierten wir die Sinne der Jugendlichen auf die Umgebung und die Natur mit zwei Übungen. Ein Steinenegizer und die menschliche Kamera, wo die Jugendlichen ihren Partner als Fotoapparat benutzten, ließen die SchülerInnen auf die Hauptübung einstimmen.

Im Hauptteil suchten in einem abgesteckten Terrain, die Jugendlichen gefühlsmäßig ihren Platz in der Gruppe. Wer steht mir nahe, mit wem habe ich vieles erlebt und wer ist mir eher fern sind mögliche Fragen die die Jugendlichen bei der Aufstellung begleiteten. Nach einen langen Prozess fand jeder und jede seinen/ihren idealen Platz. Genau auf dieser Stelle bauten sie ihre Kunstwerke mit Naturmaterialien.

Nach dem beenden der Kunstbauphase ging es zu einer Vernissage über, die Werke wollten präsentiert werden. Mit O Saft  und Sektgläser stoßen wir auf die Eröffnung der Werke an. Jede und Jeder erzählte dann von seinen Prozess beim bauen und was er der Gruppe damit sagen wollte. Auch diese durfte interpretieren und dem Künstler Rückmeldung geben wie er auf die Gruppe in diesem Jahr gewirkt hatte. Viele wohltuende Worte wurden ausgesprochen aber auch Konfliktzeiten hatten ihren Platz. Zu guter Letzt konnten alle gestärkt nachhause fahren.

Auch hier an dieser Stelle besonders dieser Gruppe aber auch allen anderen PolyschülerInnen alles Gute in der Zukunft im Privaten und im Beruflichen!

PolyProjektTag

Am 19.Mai bekamen wir von einer Gruppe Polyschüler Besuch. Wo ihre SchulkollegInnen auf Reisen sind durfte ein kleine Gruppe zuhause bleiben. In dieser Woche hatten sie täglich ein anderes Programm von GeoCashing bis Museum. Am Mittwoch stand das Zoom am Speiseplan.

Wir nutzten Tag um mit ihnen das Polyjahr zu reflektieren. Was sie sich im positiven und im negativen mitnehmen von dem einen Jahr Poly und was auf sie noch zu kommt sollte Platz haben. Gruppendynamische Übungen wie Moonbase und verkehrte Reise nach Jerusalem sollte für sie noch einmal ein Symbol sein das sie nicht alleine waren dieses Jahr und es auch weiterhin nicht sein müssen. Viele Stellen gibt es um bei Fragen im weiteren Alltag Privat und Beruf anzudocken.

Auch die Frage was ist eigentlich Arbeit oder sogar gute Arbeit hatte ihren Platz und die Jugendlichen konnten hier ihre Meinungen vertreten und anbringen. Der am Nachmittag angelegte Irrgarten in unsere Wildnis vor der Türe symbolisierte den unbekannten Weg in die Zukunft. Der aber von jeden auf seine Art gemeistert wird.

Zuletzt legten die SchülerInnen ihre guten und schlechten Erfahrungen entweder in den Rucksack, um diese mit zu nehmen oder in den Mistkübel. Ein schöner Tag ging zu Ende und das Polyjahr ist auch nicht mehr lang.

Viel Glück euch alle im Poly Urfahr für euren weiteren Lebens und Arbeitsweg und vielleicht sieht man sich wieder, wir würden uns freuen ein Stück weiter mit euch zu gehen. bis bald euer ZOOM

TMA, Zoom und JuCan in Paris

Leider machte sich ein Virus über unseren Zoom Laptop breit und so können wir keine Fotos von den Wildnistagen mit JuCan präsentieren aber lang sudern bringt nix, denn eine Woche danach ging es nach Paris.

Fast 40 Leute machten sich mit dem Reisebus auf in die französische Hauptstadt. Nicht nur die Sehenswürdigkeiten sondern auch Sozialeinrichtungen von Kirche und Politik standen am Programm. In der ersten Nacht kurz nach der Ankunft machten wir nur mehr einen kleinen Spaziergang durch das Viertel wo unser Hotel stand. Um am nächsten Tag fit zu sein ging es bald ins Bett. Am Vormittag des zweiten Tages wartete schon Elizabeth Gaultier auf uns, eine aus Österreich emmigrierte Französin. Stark verwurzelt bei der KP Frankreich und der Gewerkschaft CGT führt sie mehrere Sozialprojekte. Sie gab uns eine kleine aber feine Einführung in den Ist Zustand in der Sozialgestaltung und Unruhe Welt der Franzosen. Rentendebaten wo Jugendliche mitreden, Streiks die mehrer Monate dauern, mehrere Selbstmorde wegen Verkauf der Telekom und Menschen ohne Papiere (Sans Papiers) die arbeiten und Sozialleistungen bezahlen aber keine bekommen, ließ uns schon erahnen das die Uhren hier anders ticken.

Am Nachmittag dieses Tages gab es noch eine ausgeprägte Stadtrundfahrt mit allen Sehenswürdigkeiten im Tageslicht und in der Nacht schimmernd. Ich möchte mich hiermit bei allen König Lüdwiche bedanken für die schönen Gebäude. Von der Polizei davon laufende illegale Verkäufer von kleinen Eiffeltürmen ließ die sozialen Unterschiede am eigenen Leibe spüren.  Sonst ein friedliches Miteinander aller Hautfarben und Nationalitäten in den Metros und Strassen von Paris so weit wir das empfinden konnten.

Am dritten Tag besuchten und beteiligten wir uns an einer Demo der Sans Papier, Arbeiter oft aus ehemaligen Kolonienstaaten die nicht arbeiten dürfen aber mit gefälschten oder anderen Papieren seit Jahren arbeiten. Jeder weiß davon, vom Chef der Firmen, einzelne solidarisierten sich mit ihren Arbeitern, bis zur Regierung. Die Forderungen der Sans Papier sind ganz einfach, Anerkennung ihrer Arbeit und die dazu gehörenden Papiere um in Frankreich zu leben und für die eingezahlten Sozialleistungen diese auch bekommen. Äußerst friedlich verlief die Demo obwohl die Situation der Betroffenen sehr brisant und prekär ist. Wir wurden extra vom Veranstalter, ein Gewerkschafter der cgt, über das Megaphon begrüßt und die Freude über die Solidarität der anwesenden Österreicher war groß.

Danach ging es zu Paul Berenberg und seiner Dienststette. Paul ist nämlich Linzer aber macht in Paris seinen Auslandzivildienst in einer Holocaustgedenkstätte. Er erzählte uns viel von seiner Arbeit aber auch von seiner Zeit als junger Österreicher in Paris und den inkludierten Erlebnissen. Ein spannender Nachmittag.

Am selben Tag ging es am späten Nachmittag in das Botschafterviertel, was für ein Kontrast zum Vormittag, um Wolfgang Petritsch den österreichischen Botschafter in der OECD bei ihm zuhause zu besuchen. Hr. Petritsch begrüßte uns mit zwei Kolleginnen. Gemütlich in seinem Wohnzimmer hörten wir über die Aufgaben und täglichen Bewältigungen der OECD. Dieser Vortrag dauerte nicht lange denn die Diskussion über die sozialen Situationen mancher Menschen in Frankreich, Europa und Österreich entbrannte hier letztendlich. Schön anzusehen mit so hohen PolitikerInnen auch einmal ehrlich über vieles diskutieren zu können. Das es den Dreien ein Anliegen war ein Stück Veränderung herbei zu führen kann man nicht abstreiten, mal schauen wie weit es hier einen Bewegungsspielraum gibt. Nach diesen sehr guten Treffen mit anschließenden sehr guten Buffet bei Hr. Petritsch zuhause, danke noch einmal dafür, ging es für einige eher jüngeren Semesters noch in die Stadt. Doch zu lange war der Tag, so kam es zu keinen extremen Touren durch Paris. Wahrscheinlich spielte auch der Preis mancher Getränke nach der Happy Hour seine Rolle.

Am Samstag bekamen wir noch eine Führung durch das Viertel Mareis mit seinen schönen Innenhofgärten. Am Nachmittag hatten sich einige frei genommen und ein Teil der Gruppe fuhr zum größten Flohmarkt Europas. Samstag Abend verbrachte jeder wieder so wie er wollte und auch da blieben Exzesse aus.

Am Sonntag trennte sich die Truppe in zwei Teile, die einen frönten dem Konsum des bittersüßen und verabschiedeten sich Richtung Disney Land und verbrachten einen Tag mit Junk Food und lärmenden Kindern in knalligen Farben. Der andere Teil der Gruppe verabschiedete sich auch vom engen Kern der Stadt und fuhr ein wenig außerhalb in ein „heißes“ Viertel namens Marne la jolie um die Sonntagsmesse zu feiern. Begrüßt wurden wir von der Schwester Hortense die auch im Bereich der ArbeiterInnenseelsorge arbeitet. Gemeinsam mit der Gemeinde feierten wir die Tauferneurung einiger Jugendlichen. Auch hier war die entspannte Atmosphäre beim gemeinsamen feiern zwischen den verschiedenen Nationalitäten, Kulturen und Hautfarben eine Genugtuung.

Weiter ging es zum Abschluss unserer Reise nach Limay, 70 Kilometer entfernt von Paris, kleines hübsches Dörfchen mit kommunistischen Bürgermeister. Hier besuchten wir die Ortspfarre samt angehenden Diakon und Pfarrer. Aus den Treffen wurde eine sehr herzliche und begeisternde Unterhaltung über ArbeiterInnenpastoral und viel Platz für Kennenlernen. Nach schnellen Besuch des Kircheninneren mussten wir uns leider wieder verabschieden. Die letzte Stunde wurde noch in Paris verbracht und dann ab nach Disneyland die anderen abholen und dann heim in 13 Stunden.

Danke an Hubert für die Hauptorganisation! Danke an das Vorbereitungsteam und den Übersetzerinnen! Danke für Franz den Busfahrer der uns gut durch paris brachte… nächstes Jahr ROM…